Das vertraute „Piep-Piep“ beim Drücken der Telefontasten – dahinter steckt das Mehrfrequenzverfahren (MFV). Es sorgt dafür, dass Ihr Tastendruck als Steuersignal über die Leitung wandert und von Telefonzentralen und Systemen erkannt wird. Kurz: Es ist die Sprache, in der Ihr Telefon der Technik Befehle gibt.
Wie MFV funktioniert
- Tonfrequenzen: Jeder Tastendruck erzeugt einen hörbaren Ton, der als Steuersignal übertragen wird.
- DTMF – zwei Töne pro Taste: Die gängigste Form ist „Dual Tone Multi-Frequency“. Jede Taste sendet eine eindeutige Kombination aus zwei Frequenzen gleichzeitig – so ist jede Ziffer unverwechselbar.
- Funktionen auslösen: Wählen, Anrufe halten, weiterleiten, zwischen Gesprächen wechseln, Voicemail aktivieren oder eine Konferenz starten – alles per Tastendruck.
- Erkennung: Die Gegenstelle empfängt die Töne, interpretiert sie und führt die passende Aktion aus – etwa den Anruf zur gewählten Nummer durchzustellen.
Wichtig zu wissen: MFV überträgt keine Sprache, sondern ausschließlich Steuersignale. Es läuft parallel zum eigentlichen Gespräch und ist bis heute ein fester Bestandteil der Telefonkommunikation – vom klassischen Anschluss bis zu modernen Sprachmenüs.

