Ein Anruf kommt herein – und Tischtelefon, Handy und Softphone klingeln gleichzeitig. Genau das macht SIP-Forking möglich. Der Begriff steht für Session Initiation Protocol Forking: einen Mechanismus, der einen eingehenden Anruf an mehrere Ziele gleichzeitig weiterleitet.
Wie SIP-Forking arbeitet
Erreicht ein Anruf den SIP-Server, kann dieser ihn duplizieren und an verschiedene Endpunkte richten – etwa IP-Telefon, Softphone, Mobiltelefon oder Voicemail. Welche Ziele angesteuert werden, entscheiden festgelegte Regeln: Verfügbarkeit, Nutzervorlieben, Standort oder Uhrzeit.
Was das bringt
- Bessere Erreichbarkeit: Ist ein Gerät nicht erreichbar, springt ein anderes ein – der Anruf kommt trotzdem an.
- Lastverteilung: Anrufe verteilen sich auf mehrere Endpunkte und entlasten so Netz und Server.
- Ausfallsicherheit: Fällt ein Gerät oder eine Verbindung aus, übernimmt ein anderes – für unterbrechungsfreie Kommunikation.
- Flexibilität: Sie legen selbst fest, wie Anrufe laufen – z. B. erst das Bürotelefon, nach einigen Sekunden zusätzlich das Handy.
SIP-Forking ist damit ein mächtiges Werkzeug für Erreichbarkeit, Redundanz und Skalierbarkeit – und sorgt dafür, dass wichtige Anrufe Sie zuverlässig erreichen, egal an welchem Gerät Sie gerade sind.
